Emotionen sind farbig

farbige Lampions

Intuition und Spontaneität

Intuition ist ein aus dem Lateinischen Verb ’intuere‘ hergeleiteter Begriff, der ursprünglich ’genau hinsehen‘ bedeutet hat. Heute wird er im Sinne von ’spontan, reflexhaft Sachverhalte erfassen‘ ohne bewusste, (logische?) oder diskursive intellektuelle Leistung. Unsere Umgangssprache setzt (so auch in psychologischen Wörterbüchern nachzuschlagen) den Begriff der Spontaneität meist mit ’nicht willentlich gesteuerten Gedanken oder Handlungen‘ gleich. Dabei wird allerdings übersehen, dass Intuition erlern- und trainierbar ist. Das lässt darauf schließen, dass es sich bei der Intuition eher um eine neuronal reflexhafte ’Direktverschaltung‘ von (äußeren) Sinneseindrücken und einem abgespeicherten ‘Erfahrungsschatz‘ handelt.

Sinneswahrnehmung und Selektion

Die Verarbeitung aller auf uns ständig einströmenden Sinneswahrnehmungen sind, schon aus reinem Selbstschutz und noch anderen (physiologischen) Gründen, höchst selektiv. Menschen, deren Auswahl- oder Filtersysteme nicht hinreichend gut entwickelt sind, erleben das meist selbst als belastend (z.B. Hypersensibilität), können eventuell spezifische Abwehrstrategien entwickeln oder schöpfen unter Umständen daraus ein besonderes Potential an außergewöhnlichen Fähigkeiten. Beide Fälle sind aber aus soziologischer Sicht signifikant vermehrt in sogenannten ‚gesellschaftlichen Randgrup-pen‘ zu finden.

Die Schustergasse in Würzburg

Unter kulturellen, historischen und künstlerischen Gesichtspunkten gibt es viele gute Gründe, der Metropole am Main in Unterfranken einen Besuch abzustatten. Neben all den Sehenswürdigkeiten, die in Reiseführern aufgelistet und beschrieben sind, habe ich mich während meines Aufenthalts in der Altstadt natürlich auch mit meinem Dauerthe-ma als Fotograf, dem Phänomen von Licht und Farbe beschäftigt.
Völlig unvorbereitet und absichtslos erfasste ich buchstäblich im Vorbeigehen am Rand meines Blickfeldes die von den lokal Gewerbetreibenden veranlasste Dekoration der Schustergasse genau zum ’richtigen‘ Zeitpunkt, was die Lichtverhältnisse betrifft. Spontan und intuitiv habe ich meinen Aufnahmestandpunkt gefunden und den Bild-ausschnitt für das Foto so gewählt, dass ich alles von Würzburg und der Schustergasse abstrahiert, also ‘weggenommen‘ und mich ganz auf mein Thema konzentriert habe. Dabei kam mir das Gegenlicht sehr zugute. So war es recht leicht, den Hintergrund des Bildes ziemlich gleichgewichtig und ruhig zu halten und die farbigen Lampions so zu arrangieren, dass die ‘fröhlichen‘ Farben gut sowohl zum dunklen wie zum blauen Hintergrund kontrastieren.

Smarties, Glasmurmel und Kaleidoskop

Schon beim kurzen Kontrollblick auf den Kameramonitor nach der Aufnahme stieg in mir die Vorfreude auf die Entwicklung des Darpanagrams am Monitor zu Hause auf. Dort kam ich mir dann vor wie ein Kind in der Sommerwiese, das den Wolken am Himmel zusieht, alles um sich herum vergessen und das Spiel mit den Fantasieformen, die sich ständig verändern, die Schau- und Lebenslust in vollen Zügen genießen kann.
So viel Freude kann ’Arbeit‘ machen! 
Kann es die beim Betrachten des Ergebnisses auch auf Dich ausstrahlen?


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